
Infrarotheizung versus Heißluft: Warum der Wechsel für intelligente Sensoren wichtig ist
Wenn Sie mit der Verarbeitung intelligenter Sensoren arbeiten, kennen Sie sicherlich das Problem des Wartens – insbesondere das Warten darauf, dass ein Heißluftofen seine Arbeit erledigt. Der Wechsel von Heißluftheizung auf Infrarotheizung bedeutet im Grunde genommen, dass man nicht länger Zeit mit dem Warten verschwendet, bis die Komponenten warm werden.
Denken Sie daran, wie ein Konvektionsofen funktioniert: Zunächst wird die Luft erhitzt, und anschließend heizt diese Luft die zu behandelnden Komponenten. Dabei wirkt die Luft als Zwischenmedium. Bei der Infrarotheizung wird dieses Zwischenmedium weggelassen – die elektromagnetischen Strahlen gelangen direkt zum Ziel.
Es handelt sich dabei um einen enormen Unterschied in Bezug auf die Dauer der Erwärmung.
Heißluftöfen sind sehr langsam. Man muss warten, bis die gesamte Kammer die richtige Temperatur erreicht hat – danach dringt die Wärme nur langsam in die Gehäuse der Sensoren ein. Bei der Infrarotheizung hingegen erreicht die Wärme sofort die Oberfläche der Komponenten.
Wenn es darum geht, Harze zu härten oder Substrate zu trocknen, wird dieser Unterschied besonders deutlich. Ein Prozess, der früher 30 Minuten in einem Konvektionsofen gedauert hat, kann mit Infrarotheizung in unter 5 Minuten abgeschlossen werden. Das bedeutet nicht nur „schneller“ – es bedeutet auch, dass die Komponenten nicht länger als nötig der Wärme ausgesetzt sind.
Außerdem spart die Infrarotheizung Platz. Konvektionsöfen sind sehr groß und nehmen viel Raum ein. Eine Infrarotheizung hingegen ist kompakt und kann problemlos eingesetzt werden, ohne Platz zu beanspruchen.
Das Beste daran: Man kann die Heizlampen gezielt einsetzen. Anstatt das gesamte Gehäuse zu erhitzen, kann man die Wärme genau dorthin lenken, wo sie benötigt wird. So kann der Klebstoff zur richtigen Temperatur gebracht werden, ohne dass die empfindlichen Siliziumkomponenten beschädigt werden.
Aber Achtung: Infrarotheizung ist keine magische Lösung. Da die Wärme so konzentriert ist, kann es leicht dazu kommen, dass die Oberfläche verbrannt wird, wenn die Entfernung nicht genau eingestellt wird. Man kann den Heizer einfach nicht austauschen und schon ist alles in Ordnung. Man muss die PID-Controller sowie Sensoren neu überdenken, damit sie mit der schnellen Erwärmung Schritt halten können.
Achten Sie außerdem auf die Kühlung. Wenn das System zu klein ist, kann die Umgebung um die Infrarotheizung herum überhitzen – das kann zu einem thermischen Ausfall führen. Ich empfehle den Einsatz von Pyrometer mit Schleifensteuerung. Das ist die beste Methode, um sicherzustellen, dass man nicht das Ziel überschreitet und dadurch eine Charge zerstört.