
Warum wir unsere Badezimmerlampen „Torturtests“ unterziehen Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für Elektronikgeräte. Es gibt dichten Dampf, Wasser spritzt überall herum – und die Temperatur kann in wenigen Minuten von eiskalt auf äußerst heiß steigen. Auf dem Papier haben unsere Infrarotlampen eine Schutzklasse von IP44. Doch eine Spezifikationsliste ist nur ein Haufen Schriftzeichen auf einem Blatt Papier. Sie sagt nicht aus, ob die Lampe tatsächlich drei Jahre lang in einem feuchten Umfeld überleben wird. Deshalb unterziehen wir jede Charge vor dem Versand aus unserem Lager solchen Tests. Der Kampf gegen den Dampf Dampf ist besonders gefährlich – er findet selbst die kleinsten Ritzen, durch die flüssiges Wasser nicht eindringen kann. Wenn es auch nur minimale Mängel in den Abdichtungen oder Anschlüssen gibt, dringt Feuchtigkeit ein. Sobald diese Feuchtigkeit die Hochvoltkomponenten erreicht, kommt es zu Oxidationen oder Kurzschlüssen. Im Grunde genommen stirbt die Lampe. Um das zu verhindern, setzen wir die Lampen in eine kontrollierte Kammer und simulieren so jahrelange Dampfeinwirkung – aber in viel kürzerer Zeit. Wir wollen die Probleme bereits jetzt entdecken, nicht erst später. Die Materialien bis an ihre Grenzen bringen Infrarotlampen werden sehr heiß. Wenn man den Schalter in einem feuchten Raum ein- und ausschaltet, dehnen sich die Materialien aus und ziehen sich wieder zusammen. Das nennt man „Kriechen“. Wenn Silikon oder Dichtungen durch diese ständigen Schwankungen beschädigt werden, ist die wasserdichte Isolierung zerstört. Wir setzen die Lampen unter hohen Druck – mit Feuchtigkeit und hohen Temperaturen. Das ist zwar brutal, aber wir bevorzugen es, dass ein Bauteil in unserem Labor versagt, anstatt dass es im Badezimmer des Kunden versagt. Das Gleichgewicht finden Man könnte denken: „Warum nicht einfach alles in eine Plastikkiste packen?“ Doch da gibt es ein Problem: Wenn wir die Hülle vollständig luftdicht machen, können die elektronischen Komponenten nicht atmen. Sie würden im Prinzip verbrennen. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht: Wir brauchen genügend Belüftung, damit die Lampe nicht überhitzt – aber gleichzeitig auch ausreichenden Schutz, damit der Dampf draußen bleibt. Während dieser Tests achten wir genau auf Leckagen in der Isolierung. Wenn es auch nur eine leichte Abnahme der Widerstandswerte gibt, wird die Lampe als defekt eingestuft. Keine zweiten Chancen – einfach weg.